Computerspiele als Vorbild für Lernanreize in der Schule?


Was mich an Computerspielen fasziniert, ist die Art und Weise, wie diese Programme auf spielerische Art und Weise beim Nutzer Motivation erzeugen. Würde man einzelne Elemente von Computerspielen, z. B. die der eigenen Leistungsfähigkeit angepassten Herausforderungen, die, wenn sie erreicht werden, auch sofort belohnt werden. Eine Möglichkeit, sich in 10 Minuten über das Thema „Motivation durch Spiele“ zu informieren, ist der TED-Vortrag von Seth Priebatsch „The game layer on top of the world“:



Hier findet sich übrigens ein weiterer Vortrag, dessen Videos sich hervorragend als Anschauungsmaterial zum Thema „Computerspiele“ nutzen lassen:

Ich denke, dass der Vortrag von Priebatsch ein interessanter Aufhänger wäre, um einmal darüber zu sprechen, was Pädagogen von Computerspielen lernen können.

Die Behandlung von Computerspielen in der Schule steckt noch nicht einmal in den Kinderschuhen. Die Lehrpläne sind ja noch nicht einmal dabei angelangt, das Medium Film in den Unterricht zu integrieren, bis sie beim Computerspiel angelangt sind, werden noch Jahrzehnte vergehen. Aber genau dieses Neuland ist es, was das Thema aus meiner Sicht so spannend macht.

Computerspiele sind für viele Jugendliche DAS Leitmedium schlechthin, mit dem sie am meisten Zeit verbringen. Da muss es eigentlich die Aufgabe der Schule sein, dieses Medium zumindest zu thematisieren. Getreu dem alten medienpädagogischen Leitspruch „Vom Konsumenten zum Produzenten“ bietet es sich für den Unterricht an, Schüler die Mechanismen von Computerspielen erforschen zu lassen.

Eine schöne Möglichkeit, dies zu tun, ist die sehr einfache Programmiersprache „Scratch“ (http://scratch.mit.edu/). Wie die Arbeit damit im Unterricht aussehen kann, habe ich in dem Artikel „Epik, Lyrik, Drama, Videospiel“ im Deutschmagazin 1/10 (Oldenbourg Verlag) dokumentiert. Den Artikel kann man hier kostenlos herunterladen: http://www.medienistik.de/Erzaehlstrukturen.pdf . Eine Lektüre, die man im Unterricht zur Behandlung von Computerspielen einsetzen kann, ist: „Neue Intelligenz“ von Steven Johnson. Der Autor behandelt hier ebenfalls das Belohnungssystem von Spielen. Eine Übersicht über das entsprechende Kapitel findet sich hier: http://www.medienistik.de/AB_Johnson_Computerspiele.pdf

Die gesamte Unterrichtseinheit zu dem Buch gibt es hier: http://www.medienistik.de/html/download_neue_intelligenz.html

Ein Kommentar zu “Computerspiele als Vorbild für Lernanreize in der Schule?

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