Der digitale Kanon – alles, was man über digitale Bildung wissen muss



Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht,
das Kind zu formen,
sondern ihm zu erlauben,
sich zu offenbaren.

(Maria Montessori)

Mehr Infotmationen zu diesem Wettbewerb, an dem ich mit meinem Deutschkurs teilnehme, gibt es unter: https://www.i-dbnd.de/

Mehr Infotmationen zu diesem Wettbewerb, an dem ich mit meinem Deutschkurs teilnehme, gibt es unter: https://www.i-dbnd.de/

Über den Nutzen und die Gefahren digitaler Medien in der Schule wird kontrovers diskutiert. Schülerinnen und Schüler kommen dabei jedoch so gut wie nie zu Wort, obwohl sie die eigentlich Betroffenen dieser Debatte sind.

Was würde passieren, wenn Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden könnten, was sie in der Schule mit digitalen Medien lernen sollen? Das ist die Ausgangsfrage eines Projekts, das ich in den nächsten Wochen mit einem Deutsch-Grundkurs der 11. Jahrgangsstufe (Q1) am St.-Georg-Gymnasium in Bocholt durchführen will.

Der Anlass ist die Teilnahme am Wettbewerb „Ideen bewegen“ der Initiative für Lehren und Lernen in der digitalen Gesellschaft. Für den Zeitraum von 4 Wochen bekommen wir die für unser Proiekt notwendige technische Ausstattung gestellt, bestehend aus einem Klassensatz Tablets von Samsung und jeder Menge Zubehör.

Worum geht es genau?

Schülerinnen und Schüler eines Deutsch-Grundkurses der Q1 (11. Klasse) sollen die neuen Kompetenzlehrpläne der Sekundarstufe I durchforschen und nach Anknüpfungspunkten für die Arbeit mit digitalen Medien suchen.
Jeder dieser Lehrpläne enthält wenig inhaltliche Vorgaben, stattdessen finden sich darin eine Vielzahl von Kompetenzerwartungen. Anders formuliert: Es ist nicht mehr vorgegeben, was die Schülerinnen und Schüler wissen, sondern was sie können sollen. Wie die einzelnen Kompetenzen erreicht werden, liegt dabei weitgehend in der Verantwortung der einzelnen Schulen.

Wie läuft das Projekt ab?


In einer ersten Phase sollen kurze Interviews mit Schülerinnen und Schülern der Klassen 5-9 durchgeführt werden. Im Vordergrund stehen dabei zwei Fragen:

  • Angenommen, du hättest Zeit, dich einen Monat von der Schule beurlauben zu lassen, um etwas zu lernen, was du dir selbst aussuchen könntest. Wofür würdest du dich entscheiden?
  • Überlege, was du heute in der Schule gemacht hast. Hätten dir ein Tablet und Internet beim Lernen geholfen? Nenne wenn möglich ein konkretes Beispiel!

Die erste Frage zielt darauf, zu erfahren, was Kinder und Jugendliche der Sekundarstufe I momentan interessiert, um Anregungen für die Suche geeigneter Themen zu bekommen. Die zweite Frage dient dazu, ganz konkrete Anregungen für die Arbeit mit digitalen Medien im Unterricht zu bekommen.

Erstellt werden die Interviews mit der App „S Note“. Die App ermöglicht es, handschriftliche Notizen zu erstellen und das Gespräch währenddessen aufzuzeichnen. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet und präsentiert.

In der zweiten Phase werden die einzelnen Fächer auf Kleingruppen verteilt. In diesen Kleingruppen wird der Lehrplan des jeweiligen Faches gelesen und erste Ideen zur Nutzung von Tablets und Smartphones in dem jeweiligen Fach notiert. Hier kommt die App „iAnnotate PDF“ zum Einsatz, mit der Passagen in den Lehrplänen markiert werden können. Zusätzlich geht es darum, den Play Store nach passenden Apps zu durchsuchen. Auch diese Phase endet mit einer Ergebnispräsentation.

Anschließend werden die Ideen ausformuliert und in eine optisch ansprechende Form gebracht. Der von den Schülerinnen und Schülern ausgearbeitete „Digitale Kanon“ soll dann zur Diskussion in die einzelnen Fachschaften gebracht werden.

Was wir sonst noch machen wollen

  • ein kurzes Video zum Projekt drehen
  • einen Bericht für die Lokalzeitung & unsere Schul-Homepage schreiben
  • ein Titelblatt für unsere Ideensammlung gestalten

Darüber hinaus werde ich hier im Blog weiter von dem Projekt berichten.

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