Wettbewerb „Ideen bewegen“ – die 1. Woche


Technisches Multitalent im Klassenzimmer - aber wie kann man es sinnvoll nutzen?

Technisches Multitalent im Klassenzimmer – aber wie kann man es sinnvoll nutzen?

Nun geht es los: Mein Q1-Deutschkurs ist losgezogen und hat die Schülerinnen und Schüler der Sek. 1 gefragt, welche Themen sie bewegen und wie ihnen ein Tablet und Internet im Unterricht helfen könnte.

Die Interviews wurden mit der App „S Note“ aufgezeichnet und dokumentiert. Die Hausaufgabe bestand darin, die Ergebnisse tabellarisch zu ordnen und vorzustellen. Die Ergbnisse wurden mit der Funktion „Senden via Wi-Fi Direct“ an das Tablet der Lehrkraft gesendet.

Die konkrete Frage lautete:

„Angenommen, du hättest Zeit, dich einen Monat von der Schule beurlauben zu lassen, um etwas zu lernen, was du dir selbst aussuchen könntest. Wofür würdest du dich entscheiden?“

Hier einige Antworten von Schülerinnen und Schülern der Sek. I:

  • Lernen, wie man ein Flugzeug steuert (5. Klasse)
  • Nach Amerika fliegen, um Englisch zu lernen (9. Klasse)
  • Mehr über Technik und Strom erfahren (8. Klasse)
  • Mehr über das Leben von Behinderten und ihren Sport erfahren (7. Klasse)
  • Gitarre spielen lernen (6. Klasse)
  • Pflege von Pferden und Pferderassen kennen lernen (6. Klasse)
  • Lernen, wie ein Motor funktioniert (8. Klasse)
  • Asyrisch lernen (5. Klasse)
  • Theorie und Praxis des Filmdrehs lernen (6. Klasse)
  • Lernen, wie man eine Sportgruppe leitet (9. Klasse)
  • Lernen, wie man eine Geschichte schreibt (8. Klasse)

Die Präsentation der Antworten führte uns noch einmal vor Augen, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist: Die Wünsche und Interessen der Schülerinnen und Schüler sind auf keinen Nenner zu bringen – jeder hat eigene Ziele im Leben. Das Ergebnis war somit ein riesiges Themenpool, aus dem wir hoffentlich Anregungen für unsere weite Arbeit bekommen können.

Die zweite Frage lautete:

„Überlege, was du heute in der Schule gemacht hast. Hätten dir ein Tablet und Internet beim Lernen geholfen? Nenne wenn möglich ein konkretes Beispiel!“

Das Ergebnis waren u. a. die folgenden Antworten:

  • In der letzten Deutschstunde (7. Klasse) konnten wir die Folie auf dem Overheadprojektor nicht richtig lesen. Hier wäre es toll gewesen, wenn man den Inhalt der Folie per Mail auf unsere Tablets verschickt hätte. Dann hätten wir alles genau lesen können.
  • In der letzten Englischstunde (5. Klasse) ist eine Frage in Bezug auf die Grammatik offen geblieben. Hier hätten wir im Internet nach der richtigen Antwort recherchieren können.
  • Im Matheunterricht (6. Klasse) haben wir die Umrechnung von Flächen nicht wirklich verstanden. Hier wäre es schön gewesen, wenn wir eine dreidimensionales Darstellung auf unseren Tablets gehabt hätten.
  • In Politik (5. Klasse) sollten wir einen Papierflieger bauen, aber ich wusste nicht, wie das geht. Hier hätte ich schnell im Internet eine Anleitung aufrufen können.
  • Im Erdkundeunterricht (7. Klasse) hätte ich meinen schweren Atlas zu Hause lassen können.
  • Im Sportunterricht (7. Klasse) hätten wir die Taktiken beim Hockey anschaulicher mit einem Videotutorial lernen können.
  • Im Deutschunterricht (5. Klasse) müssen wir ein Portfolio schreiben. Das könnte man toll auf einem Tablet machen.

Diese und viele weitere Vorschläge liefern eine erste Ideesammlung für die eigentliche Aufgabe, die wir uns in den nächsten Wochen bearbeiten wollen: Wo finden sich Anknüpfungspuntke für die Arbeit mit Neuen Medien wie Tablets und Smartphones in den neuen kompetenzorientierten Lehrplänen? Dazu in Kürze mehr.

Die Schülerinnen und Schüler haben übrigens auch selbständig (mit nur wenigen Ergänzungen seitens der Lehrkraft) eine Nutzungsordnung für die Arbeit mit den Tablets im Unterricht erstellt, die die folgenden Punkte enthält:

  • Die Geräte werden vorsichtig behandelt. Ein Verlust oder eine Beschädigung ist umgehend zu melden.
  • Während des Unterrichts werden die Tablets (falls von der Lehrkraft gewünscht) zugeklappt.
  • Die Tablets werden nicht dazu genutzt, illegale Seiten im Internet anzuschauen oder illegale Inhalte herunterzuladen.
  • Während des Unterrichts werden keine Spiele gespielt.
  • Programme aus dem PlayStore dürfen auf das Gerät geladen werden. Der Preis für kostenpflichtige Programme wird nicht erstattet.
  • Die Schüler tragen außerhalb der Schulzeit die Verantwortung für die Geräte.
  • Die Geräte dürfen außerhalb des Deutschunterrichts nur mit Erlaubnis der entsprechenden Lehrkraft verwendet werden. Eine Verwendung in den Pausen am Vormittag ist nicht erlaubt.
  • Die Geräte müssen eindeutig gekennzeichnet werden. (farbiger Aufkleber).
  • Die Geräte müssen nach Ablauf der Projektphase am 8. April 2014 wieder abgegeben werden.
  • Die Geräte werden nach Ablauf der Projektphase zurückgesetzt.
  • Die Kamera im Gerät wird nicht dazu verwendet, unerlaubte Aufnahmen ohne Einverständnis der betroffenen Personen zu machen.

Und hier zum Abschluss noch einige Bilder des Equipments, das uns für den Wettbewerb zur Verfügung gestellt wurde (nähere Erläuterungen gibt es nach einem Klick auf eins der Bilder):

Ein Kommentar zu “Wettbewerb „Ideen bewegen“ – die 1. Woche

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