Nominierung für den Hans Sauer Preis 2017


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Schule macht sich – das gilt nun auch fürs Luisen-Gymnasium in Düsseldorf.

Was benötigt eine Schule für gelungene digitale Bildung? iPads? Smartphones? Digitale Whiteboards?

Nein! Es braucht lediglich einen Raum, ein Konzept, ein paar Raspberry Pis, etwas Open Source Software, OER-Materialien und vor allem den Mut, etwas Neues zu wagen!

Das alles habe ich schon oft auf diversen Workshops und Vorträgen gepredigt, aber jetzt wird es richtig ernst. Ich habe mich mit einem Konzept für das „Luisen Lab“ beim Hans Sauer Preis beworben und gehöre nun zu den Nominierten, d. h. ich bekomme einen professionellen Coach an die Seite gestellt und habe nun bis Mitte Januar Zeit, das Konzept weiter auszuarbeiten.

Helfen wird mir dabei der für diesen Zweck am besten geeignete Coach, den ich mir vorstellen kann, nämlich Abraham Taherivand, Head of Software Development & Engineering bei Wikipedia, u.a . Träger des Open Data Awards und Verfechter von freiem Wissen, freien Daten und Open Source.

Ich bin wahnsinnig gespannt auf die nächsten Wochen und Monate und werde von nun an regelmäßig von dem Projekt und seinem Fortschritt berichten.

Das Luisen-Lab – Medienkompetenz praktisch erwerben

Das Luisen-Gymnasium in Düsseldorf

Das Luisen-Gymnasium in Düsseldorf

Was genau ist das Luisen-Lab nun? Hierzu erst einmal einige Infos zu meiner Schule, dem Luisen-Gymnasium in Düsseldorf:

In unserer Schule im Herzen Düsseldorfs bereiten sich ca. 650 Schülerinnen und Schüler aus 49 Nationen aufs Abitur bzw. das französische Baccalauréat vor.

Als UNESCO-Projektschule fühlen wir uns vor allem dem interkulturellen Lernen verpflichtet. Diese Kompetenz ist derzeit mehr als jemals zuvor gefragt,  da wir seit kurzem ca. 20 Schülerinnen und Schüler aus Syrien unterrichten.

Wir versuchen nun vor allem für diese Schülerinnen und Schüler Angebote zu schaffen, um sie in unsere Gemeinschaft zu integrieren und Ihnen einen bestmöglichen Start ins Berufsleben zu ermöglichen.

Die Idee – ein Maker-Space für alle 

Schülerin mit Raspberry Pi-Bastelarbeit

Schülerin mit Raspberry Pi-Bastelarbeit

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung jüngst berichtete, fand im Oktober ein internationales neuntägiges Projekt namens „Refugee Code Week“ statt, das gemeinsam von den Vereinten Nationen, SAP und anderen Partnern organisiert wurde. In dem Artikel heißt es: „Bildung ist die stärkste Waffe im Kampf gegen die Folgen der Flucht.“

Das hat uns auf die Idee gebracht, ein eigenes „Luisen-Lab“ einzurichten. Nach dem Vorbild der Maker-Labs möchten wir einen Raum mit allem ausstatten, was man zum Programmieren und dem Umgang mit Elektronik benötigt.

In einer nachmittäglich stattfindenden AG sollen Flüchtlingskinder mit Hilfe eines günstigen Rechners namens Raspberry Pi lernen, wie Computer funktionieren und wie man sie programmiert.

Am selben Ort können zukünftig auch Projekttage für alle unsere Schülerinnen und Schüler stattfinden, um sie mit den Kompetenzen des für alle Schulen in NRW verbindlichen „Medienpasses NRW“ vertraut zu machen. Evtl. kann der Raum später auch dazu genutzt werden, schulinterne Lehrerfortbildungen sowie andere Projekte einzurichten.

Der Ablauf

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Der Raspberry Pi – das kreativste Werkzeug aller Zeiten

In einem ersten Schritt wird es darum gehen, Sponsoren sowie einen geeigneten Raum für das Projekt zu finden. Die Hardware-Kosten sind glücklicherweise sehr gering und es können selbst alte Monitore, Mäuse und Tastaturen an den Raspberry Pi angeschlossen werden. Auch elektronischen Bauteile wie Taster, LEDs kosten nicht viel Geld. Sukzessive  sollen in den kommenden Monaten und Jahren die Klassen im Rahmen eines Projekttages die Kompetenzen des Medienpasses erlernen.

Interessiert sich vielleicht jemand von Euch für das Projekt? Kennt ihr jemanden in Düsseldorf, der uns unterstützen könnte? Das wahrscheinlich schwierigste Unterfangen wird darin bestehen, einen geeigneten Raum zu finden, in dem wir ca. 30 Personen inkl. Technik unterbringen können. Derzeit kläre ich noch, ob der an unserer Schule sein kann oder ob ich mich außerhalb der Schulmauern auf die Suche machen muss.

Die Vision

Wenn mir kurz das Träumen gestattet ist, würde ich mir einen Raum irgendwo in der Nähe der Schule, also z. B. in der Altstadt Düsseldorfs, wünschen, den ich mit Hilfe von Sponsoren und Helfern in ein tolles Maker Lab für unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch für Lehrerfortbildungen, generationsübergreifende Projekte (Computerführerschein für Senioren) und andere Klassen aus ganz Düsseldorf umbauen kann.

Dort könnten dann Klassen in eintägigen Fortbildungen die Kompetenzen des Medienpasses NRW erwerben, es könnten AGs zur Medienbildung stattfinden – kurzum: Es wäre ein Ort wie gemacht für alles, wofür der Begriff „NRW 4.0 – Lernen im Digitalen Wandel“ steht.

Ein Kommentar zu “Nominierung für den Hans Sauer Preis 2017

  1. Pingback: Projekt-Update: Hans Sauer Preis 2017 « Medienistik Blog

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