Digitale Bildung im Vorschulalter


IMG_5229Demnächst veranstalte ich für die Stiftung Haus der Talente eine interessante Fortbildung, in der es um digitale Bildung im Vorschulalter geht – hier geht`s zur Ausschreibung (S. 14).

Für mich ist das ein ganz neues, spannendes Thema und ich freue mich schon sehr auf die Veranstaltung und den Austausch mit den Erzieherinnen und Erziehern.

Als kleine Vorbereitung auf den Workshop stelle ich in diesem Artikel einmal interessante Informationen, weiterführende Links und Materialien zum Thema zusammen.

Viele Möglichkeiten

Die Frage nach der geeigneten Hardware für digitale Bildung ist in der Kita noch schwieriger zu beantworten als für Grund- bzw. weiterführende Schulen, denn es gibt zahlreiche Anschaffungmöglichkeiten – hier ein kleiner Überblick.

Hinzu kommt, dass viele der kleinen Gadgets und Roboter ein weiteres Gerät benötigen, also z. B. einen Computer bzw. ein Tablet. Kinder bereits im Vorschulalter mit iPads zu beglücken, wie es z. B. in der von Vodafone unterstützten Düsseldorfer Kita „Seepferdchen“ der Fall ist, finde ich jedoch nicht umproblematisch, da diese Geräte sofort alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und den eigentlichen Lernprozess vielleicht sogar eher behindern als fördern.

Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, auch ganz analog Kinder ans Programmieren und den Umgang mit Computern heranzuführen, was sowohl aus Kostengründen als auch aus pädagogischer Sicht überaus reizvoll ist. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Seite „Computer Science Unplugged“ interessant, aber auch im Medienpädagogik Praxis Blog gibt es einen interessanten Vorschlag zu diesem Thema.

Literatur

Im Netz finden sich erstaunliche viele Ressourcen, die sich z. T. sehr intensiv mit der digitalen Bildung im Vorschulalter beschäftigen und auch ganz konkrete Anleitungen bieten:

Diese drei Bücher bieten darüber hinaus noch weitere Praxis-Tipps:

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Zitate

Abschließend möchte ich noch drei kurze Zitate erwähnen, die ich im Kontext der Recherche besonders interessant fand:

„In einer von der Stiftung Haus der kleinen Forscher in Auftrag gegebenen Umfrage aus dem vergangenen Sommer hatten sich 75 Prozent der befragten Erzieher in deutschen Kitas dafür ausgesprochen, dass Kinder schon in ihren Kitas die Möglichkeit haben sollten, den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Geräten zu erlernen.“ (Quelle: futurezone.de)

„Kinder im Vorschulalter erfüllen zentrale Voraussetzungen für wissenschaftliches Denken: Sie verstehen grundsätzliche Zusammenhänge über Ursache und Wirkung und wenden dieses Kausalverständnis richtig an, wenn sie über Ereignisse nachdenken (z.B., wenn sie versuchen herauszufinden, wovon es abhängt, ob ein Kuchen beim Backen aufgeht oder nicht). Sie können falsche Überzeugungen erkennen, wenn sie Annahmen und Vermutungen mit tatsächlichen Beobachtungen vergleichen. Außerdem werden sich Vorschulkinder zunehmend sicherer in dem Wissen über ihr eigenes Wissen (Metakognition) – also zu wissen, dass und woher sie etwas wissen. (Quelle: Broschüre „Pädagogischer Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, S. 11)

1. Digitale Medien sind Werkzeuge
Unsere Gesellschaft spaltet sich in diejenigen, die diese digitalen Werkzeuge verstehen und kreativ nutzen können und diejenigen, die sich ihnen ausgesetzt fühlen.

2. Dedicated Society
Gesellschaften, in denen der Einzelne bereit ist, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, entstehen nicht von selbst. Um dies zu erreichen, braucht es eine sofortige grundlegende Veränderung unseres Bildungssystems.

3. Die Entwicklung ernst nehmen
Es ist wichtig, den Menschen die Illusion zu nehmen, es sei freiwillig oder nur für bestimmte Berufs- und Altersgruppen notwendig, digitale Technik zu verstehen. Die leichte Manipulierbarkeit großer Teile der Gesellschaft gefährdet unsere Demokratie schon jetzt.

(Quelle: http://www.antje-bostelmann.de)

Das war`s auch schon – sobald ich mich etwas tiefer in die Materie eingearbeitet und die Fortbildung abschließend geplant habe, werde ich noch mehr zu diesem Thema veröffentlichen.

Ich bin wie immer über Anregungen und Kommentare dankbar und wer bei der (kostenlosen!) Fortbildung am Freitag, 26. April von 15 bis 19 Uhr gerne mit dabei sein möchte, kann sich über die Stiftung Haus der Talente anmelden – entweder per E-Mail  (hausdertalente@duesseldorf.de) oder telefonisch (0211 / 89 240 43).

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