Going viral – der unheimliche Boom digitaler Bildung in der Corona-Krise


Illustration Corona1

Der digitale Notfallplan vieler Schulen in der Corona-Krise: iPads müssen her!

Seit über 14 Jahren berichte ich auf MEDIENISTIK.DE über die Digitalisierung der Schulen. In diesen Jahren gab es mal mehr, mal weniger zu berichten. Der Oktober 2016 war z. B. ein denkwürdiger Monat, in dem der Fünf-Milliarden-Digitalpakt sowie der Calliope angekündigt wurden. Aber noch nie überschlugen sich die Ereignisse so wie jetzt, in der Corona-Krise.

Fehlende digitale Infrastruktur

Im Eilverfahren werden nun entscheidende Weichenstellungen vorgenommen, die Schulen vermutlich noch in Jahrzehnten prägen werden. Geschwindigkeit ist dabei der entscheidende Faktor. Es muss eine funktionierende Lösung her und zwar jetzt. Dabei sind nicht nur die Kosten, sondern auch der Datenschutz, demokratische Mitbestimmung oder die Frage nach dem Einsatz proprietärer Software bestenfalls zweitrangig. Weiterlesen

Krieg der Plattformen – Der Bildungskongress 2015 in Köln


Schulbuchverlage, Politiker und 1.200 Lehrkräfte trafen sich auf der Messe Köln

Schulbuchverlage, Politiker und 1.200 Lehrkräfte trafen sich in Köln, um die Bedeutung digitaler Medien für die Schule zu diskutieren.

Angelockt von hochrangigen Rednern wie Silvia Löhrmann und Hirnforscher Joachim Bauer versammelten sich am Samstag rund 1.200 Lehrerinnen und Lehrer zum Bildungskongress 2015 in Köln, einer Art Mini-didacta. Trotz des eher neutral formulierten Mottos „Unterricht konkret“ stand vor allem der digitale Wandel im Zentrum der über 50 Workshops.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Gespräch von Silvia Löhrmann (Schulministerin NRW), Wilmar Diepengrond (Vorsitzender des Verbands der Schulbuchverleger) und Wolfgang Vaupel (Geschäftsführer der Medienberatung NRW) zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht, in dem große Einigkeit darüber herrschte, dass Schulen digitale Medien benötigen – und zwar besser heute als morgen.

Es folgte ein Vortrag des Hirnforschers Joachim Bauer, der einen Schnelldurchlauf durch die Ergebnisse der Hirnforschung für die Schule präsentierte. Er zeigte sich – vor allem in Hinblick auf digitale Medien – weit weniger radikal als Manfred Spitzer. Die Handlungsanweisungen an die anwesenden Lehrkräfte blieben jedoch banal: Sport und Musizieren sind gut, Ausgrenzung und mangelnde Anerkennung schlecht. Weiterlesen