Oktober 2016 – Rückblick auf einen denkwürdigen Monat


TLDR: Too long; didn`t read - so durfte es im Oktober einigen Medienpädagogen ergangen sein.

TLDR: Too long; didn`t read – im Oktober ist einiges passiert.

Bislang war es eigentlich nicht besonders schwierig, in Sachen digitaler Bildung in Deutschland auf dem Laufenden zu bleiben. Im September gab es zwar u.a. aufgrund des Kongresses schulentwicklung.digital und der Veröffentlichung des Leitbilds „NRW 4.0 – Lernen im digitalen Wandel“ einiges zu berichten, aber der Oktober stellte alles Bisherige in den Schatten.

Es war der erste Monat, in dem es nicht einfach war, up-to-date zu bleiben, denn die Anzahl an medienpädagogischen News, die in den letzten Wochen nicht nur wie sonst auf Blogs und Twitter, sondern auch in Zeitungen und Fernsehberichten verbreitet wurde, war fast schon überwältigend.

Dieser Blog-Eintrag ist ein Versuch, etwas Ordnung ins Chaos zu bringen und zu sichten, was sich eigentlich gerade abspielt. Aber Vorsicht: Wer sich durch alle Links klickt und mit dem Lesen anfängt, ist einige Zeit beschäftigt. Weiterlesen

Gift oder Medikament? Die Film-Doku „Digitale Nebenwirkungen“


Plakat der Dokumentation "Digitale Nebenwirkungen"

Plakat der Dokumentation „Digitale Nebenwirkungen“

Ein Arzneimittel, von dem behauptet wird, dass es keine Nebenwirkungen habe, steht im dringenden Verdacht, auch keine Hauptwirkung zu besitzen.

Gustav Kuschinsky

Unser Zugriff auf Netz, Daten, Speicher und Rechenkapazität ist nahezu unbegrenzt. Was wir damit anfangen werden, steht in den Sternen.

Hans Magnus Enzensberger

Die 3sat-Doku „Digitale Nebenwirkungen“ von Peppo Wagner bietet einen sehr interessanten und kurzweiligen Einblick in aktuelle Positionen der Medienkritik.

Vor allem für Lehrerinnen und Lehrer lohnt sich das Anschauen, denn der Fokus des Films liegt vor allem in der Schilderung der Auswirkungen digitaler Medien auf die heranwachsende Generation. Weiterlesen

Die Krise der Hirnforschung und ihre Auswirkungen auf die Medienpädagogik


Einst war sie die Hoffnung der (Medien-)Pädagogik, heute hat die Gehirnforschung einiges an Glanz verloren

Einst war sie die Hoffnung der (Medien-)Pädagogik, heute hat die Gehirnforschung an Glanz verloren.

Texte und Vorträge zur Gehirnforschung und deren Auswirkungen auf die Schule und das Lernen haben mich immer fasziniert.

Insbesondere die nonkonformistische und prägnante Art von Manfred Spitzer hat mich angesprochen. Er schaffte es, wissenschaftliche Forschungsergebnisse so zu präsentieren, dass ich sie verstand und für meine Arbeit in der Schule verwenden konnte.

Aber ich spreche bewusst in der Vergangenheit, denn in Bezug auf die Bewertung des Computers trennten sich irgendwann unsere Wege. Spitzer wurde spätestens mit „Digitale Demenz“ zum Posterboy derjenigen, die sich mit Pegida-ähnlicher Ignoranz gegen den digitalen Wandel aufbäumten. Ich habe versucht, digitale Medien in den Unterricht zu integrieren und meinen Schülern zu zeigen, wie sie kreativ damit umgehen können. Weiterlesen