Die Krise der Hirnforschung und ihre Auswirkungen auf die Medienpädagogik


Einst war sie die Hoffnung der (Medien-)Pädagogik, heute hat die Gehirnforschung einiges an Glanz verloren

Einst war sie die Hoffnung der (Medien-)Pädagogik, heute hat die Gehirnforschung an Glanz verloren.

Texte und Vorträge zur Gehirnforschung und deren Auswirkungen auf die Schule und das Lernen haben mich immer fasziniert.

Insbesondere die nonkonformistische und prägnante Art von Manfred Spitzer hat mich angesprochen. Er schaffte es, wissenschaftliche Forschungsergebnisse so zu präsentieren, dass ich sie verstand und für meine Arbeit in der Schule verwenden konnte.

Aber ich spreche bewusst in der Vergangenheit, denn in Bezug auf die Bewertung des Computers trennten sich irgendwann unsere Wege. Spitzer wurde spätestens mit „Digitale Demenz“ zum Posterboy derjenigen, die sich mit Pegida-ähnlicher Ignoranz gegen den digitalen Wandel aufbäumten. Ich habe versucht, digitale Medien in den Unterricht zu integrieren und meinen Schülern zu zeigen, wie sie kreativ damit umgehen können. Weiterlesen

Kämpf um deine Daten – Datenschutz und Privatsphäre in der Schule


Beim Lesen des Buches "Kämpfe um deine Daten" von Max Schrems geht einem ein Licht auf!

Beim Lesen des Buches „Kämpfe um deine Daten“ von Max Schrems geht einem ein Licht auf!

Der NSA-Skandal und die damit verbudenen Fragen um Privatsphäre und Datensicherheit im Internet sind für die Medienpägogik die größten Herausforderungen seit der Debatte um die digitale Demenz.

Im Gegensatz zu den teils dubiosen Thesen Spitzers sind die Argumente diesmal jedoch stichhaltiger und sollten tatsächlich ein Umdenken zur Folge haben.

Aber wie genau soll das ausshen? Was sollen wir eigentlich Schülerinnen und Schülern in Bezug auf den Umgang mit ihren Daten beibringen?
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Über Sinn und Unsinn von (Bildungs)-Manifesten


Die Menge hat Macht, insbesondere im Internet: Plagiatsjäger fahnden per Wiki, Party-Crasher verabreden sich auf Facebook und unzufriedene Kunden protestieren auf Twitter.

Wie aber kann man das Internet so nutzen, dass man Aufmerksamkeit für die Sache gewinnt, die einem wichtig ist?

Ein seit Jahrhunderten beliebtes Mittel, um diese Aufmerksamkeit zu bekommen, ist das Schreiben eines Manifests; schließlich erscheinen die großen Manifeste von Marx und Engels (Kommunistisches Manifest) bis Lars von Trier (Dogma 95) rückblickend wie in Stein gemeißelte Vorboten von Umsturz und Revolution.

Manifeste reißen mit oder verpuffen. Letzteres geschah mit dem Medienpädagogischen Manifest der Initiative „Keine Bildung ohne Medien“, denn trotz eines Kongresses und trotz einflussreicher Unterzeichner blieb die erhoffte Wirkung aus. Weiterlesen