So müssen medienpädagogische Fortbildungen aussehen


Normalerweise lohnt es sich ja nicht, über eine Lehrerfortbildung einen längeren Blogeintrag zu schreiben. Heute aber fand eine Fortbildung zum Thema „Methoden praktischer Filmbildung in der Schule“ in Marl statt, die nicht nur abwechslungsreich und perfekt organisiert war, sondern auch für diejenigen, die sich etwas besser im Bereich der Medienpädagogik auskennen, eine echte Bereicherung war.

Die Veranstaltung begann mit einem Impulsreferat von Georg Kerl, Schulleiter des Gymnasiums Altona in Hamburg. Er stellte vor, wie er zwar an der Einführung eines eigenen Faches „Filmdreh“ an seiner Schule gescheitert ist, dafür aber das Planen, Drehen und Schneiden von Filmen fest im Lehrplan seiner Schule verankert hat. In zwei Jahren lernen die Schüler der Oberstufe im Fächerverbund (Kunst, Musik, szenisches Spiel), wie man ein Storyboard erstellt oder welchen Effekt man mit der Montage erreichen kann. Dazu werden im Kunstunterricht Filmplakate erstellt und sogar filmische Architektur ist Teil des Curriculums. Anhand ausgewählter Szenen aus Hitchcock-Klassikern stellte er nachvollziehbar vor, wie filmisches Erzählen funktioniert und was Filmarbeit in der Schule alles leisten kann. Weiterlesen