Going viral – der unheimliche Boom digitaler Bildung in der Corona-Krise


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Der digitale Notfallplan vieler Schulen in der Corona-Krise: iPads müssen her!

Seit über 14 Jahren berichte ich auf MEDIENISTIK.DE über die Digitalisierung der Schulen. In diesen Jahren gab es mal mehr, mal weniger zu berichten. Der Oktober 2016 war z. B. ein denkwürdiger Monat, in dem der Fünf-Milliarden-Digitalpakt sowie der Calliope angekündigt wurden. Aber noch nie überschlugen sich die Ereignisse so wie jetzt, in der Corona-Krise.

Fehlende digitale Infrastruktur

Im Eilverfahren werden nun entscheidende Weichenstellungen vorgenommen, die Schulen vermutlich noch in Jahrzehnten prägen werden. Geschwindigkeit ist dabei der entscheidende Faktor. Es muss eine funktionierende Lösung her und zwar jetzt. Dabei sind nicht nur die Kosten, sondern auch der Datenschutz, demokratische Mitbestimmung oder die Frage nach dem Einsatz proprietärer Software bestenfalls zweitrangig. Weiterlesen

Schulträgertagung 2011 in Münster: Mehrwert digitaler Infrastruktur für das Lernen?


Am 13. April 2011 lud mich die Medienberatung NRW ein, um auf einer Schulträgertagung im Plenarsaal des LWL-Landeshauses in Münster den Einsatz der Moodle-Plattform an unserer Schule vorzustellen.

Was die Veranstaltung so reizvoll machte, war vor allem das Publikum: Mit den Entscheidungsträgern, die über die EDV-Ausstattung an Schulen entscheiden, habe ich (und wahrscheinlich Medienpädagogen allgemein) sonst nur selten Kontakt.

Das ungewohnte Publikum stellte dann auch Fragen, die bei meinen bisherigen Vorträgen vor der „Schulfamilie“ (Schüler, Eltern, Lehrer) weniger im Vordergrund standen. Es ging vor allem um rechtliche Aspekte, z. B. in Bezug auf eingescannte Schulbuchseiten (verboten) oder die Speicherung von personenbezogenen Daten wie dem letzten Login oder Noten (ebenfalls beides verboten). Weiterlesen

Die digitale Werkzeugkiste


Wer sich regelmäßig über Internetseiten, in Blogs und auf Twitter über dem aktuellen Stand der Medienpädagogik informiert, liest viel über „gravierende Änderungen“, „Paradigmenwechsel“ und die „neue Epoche“, in der wir augrund des rasanten technischen Wandels leben.

In der Tat spricht vieles dafür, dass die digitalen Medien nicht nur das Unterrichten in der Schule, sondern unser gesamtes Leben verändern, aber der vielbeschworene digitale Ruck, der durch die Bildungsanstalten gehen und den gesamten Schulalltag revolutionieren soll, vollzieht sich entweder nur so langsam, das man ihn kaum wahrnimmt oder er bleibt völlig aus. Weiterlesen