So müssen medienpädagogische Fortbildungen aussehen


Normalerweise lohnt es sich ja nicht, über eine Lehrerfortbildung einen längeren Blogeintrag zu schreiben. Heute aber fand eine Fortbildung zum Thema „Methoden praktischer Filmbildung in der Schule“ in Marl statt, die nicht nur abwechslungsreich und perfekt organisiert war, sondern auch für diejenigen, die sich etwas besser im Bereich der Medienpädagogik auskennen, eine echte Bereicherung war.

Die Veranstaltung begann mit einem Impulsreferat von Georg Kerl, Schulleiter des Gymnasiums Altona in Hamburg. Er stellte vor, wie er zwar an der Einführung eines eigenen Faches „Filmdreh“ an seiner Schule gescheitert ist, dafür aber das Planen, Drehen und Schneiden von Filmen fest im Lehrplan seiner Schule verankert hat. In zwei Jahren lernen die Schüler der Oberstufe im Fächerverbund (Kunst, Musik, szenisches Spiel), wie man ein Storyboard erstellt oder welchen Effekt man mit der Montage erreichen kann. Dazu werden im Kunstunterricht Filmplakate erstellt und sogar filmische Architektur ist Teil des Curriculums. Anhand ausgewählter Szenen aus Hitchcock-Klassikern stellte er nachvollziehbar vor, wie filmisches Erzählen funktioniert und was Filmarbeit in der Schule alles leisten kann. Weiterlesen

Fünf Gründe dafür, warum Jungen die Verlierer im Bildungssystem sind


Neulich habe ich einen interessanten Artikel auf der Internetseite der kanadischen Zeitung „The Globe and Mail“ gelesen, der von der Benachteiligung von Jungen im Bildungswesen handelt. Folgende Argumente werden darin genannt:

  • Computerspiele

Eine Studie, die im Herbst veröffentlicht wurde, hat herausgefunden, dass Jungen im Alter von 6 bis 9, die eine Videospielkonsole im Haus haben, weniger Zeit mit Hausaufgaben und Lesen zum eigenen Vergnügen verbringen. Ihnen wird auch weniger von den Eltern vorgelesen. Nach ungefähr fünf Monaten waren ihre Ergebnisse in Lese- und Scheibtests signifikant schlechter als die von Jugen, die keine Videospielkonsole besitzen.

  • „Verweiblichung“ des Bildungssystems

„Anne auf Green Gables“, der bei Englischlehrern auf der ganzen Welt beliebte kanadische Kinderbuchklassiker über ein rothaariges Waisenmädchen, ist nicht nur ein schönes Buch, es ist auch ein großartiger Weg, um Jungen den Spaß am Lesen zu nehmen. „Jungen bevorzugen eine männliche Hauptfigur, sie brauchen Action auf den ersten paar Seiten, sonst schalten sie ab. Und ihre Geschichten müssen linear sein. Sie sollten am Anfang beginnen und am Ende aufhören, anstatt in Rückblenden zu erzählen.“ Diese Worte stammen vom Eric Walters, der erst als Lehrer arbeitete und nun Bücher für junge Erwachsene schreibt. Weiterlesen

Filmdreh, -schnitt und Nachvertonung auf dem iPhone / iPod touch


Das iPhone 4 sowie die neuste Generation des iPod touchs erlauben es (in Kombination mit der für 3,99 € erhältlichen App „iMovie“) einen Film zu drehen, zu schneiden, mit Musik zu hinterlegen und auf eine Videoplattform hochzuladen, ohne einen Computer zu benutzen – also ideale Voraussetzungen, um das Gerät zum Drehen von Videos in der Schule einzusetzen. Weiterlesen