Droide im Eigenbau – das InMoov-Projekt im IOX LAB Düsseldorf


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Der InMoov-Roboter des IOX LAB Düsseldorf

Im letzten Blog-Post habe ich ja bereits angekündigt, mal etwas über unser Roboter-Projekt zu schreiben, das ich als Dozent für die Stiftung Haus der Talente (ehemals „Competence Center Begabtenförderung“) in Kooperation mit dem IOX LAB Düsseldorf betreue.

Das Projekt ist deutschlandweit einzigartig und zeigt, wie man gemeinsam mit der innovativen Startup-Szene in Düsseldorf tolle Bildungsprojekte im Bereich Programmieren und Physical Computing initiieren kann, die über das übliche „LED zum Leuchten bringen“ weit hinausgehen.

Seit Oktober letzten Jahres sind technisch besonders begabte Jugendliche aus Schulen in Düsseldorf dabei, in Kooperation mit dem Startup IOX LAB einen „richtigen“ Roboter zu basteln, der größtenteils mit Hilfe von 3D-Druckern hergestellt wird.

Das Projekt wird finanziell unterstützt vom Wirtschaftsförderungsamt. Projektbegleitend diskutieren die Jugendlichen auch über das Thema „Ethik und Technik“ und reflektieren so ihren Umgang mit neuen Technologien. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt zudem darin, den Schülerinnen und Schülern an einem konkreten Projekt zu zeigen, wie man sich in einem Team organisiert, Aufgaben verteilt und den Projektfortschritt dokumentiert. Mehr Infos gibt es in diesem Artikel der Rheinischen Post.

 

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InMoov – Open Source 3D-printed robot

Bei dem Roboter handelt es sich übrigens nicht um eine eigene Kreation, sondern ein weiteres inspirierendes Projekt aus der Open Source- bzw. Open Hardware-Community. Der InMoov ist eine Kreation des französischen Designers Gaël Langevin. Der Roboter besteht ausschließlich aus Teilen, die maximal 12x12x12cm groß sind und so mit handelsüblichen 3D-Druckern hergestellt werden können. Hier ist ein Video des Roboters in Aktion:

Auf der offiziellen Seite des Projekts gibt es detaillierte Anleitungen zu jedem Teil des Roboters sowie eine große Community, die sich über Probleme, Programmierung und Modifikationen austauscht. Wer einen 3D-Drucker besitzt und jetzt denkt, dass der InMoov ein tolles Freizeitprojekt wäre, sei jedoch gewarnt: Das Projekt ist überaus anspruchsvoll und nur etwas für professionell ausgestattete Maker-Spaces und Teams mit viel Zeit.

Unser großer Vorteil gegenüber anderen Teams, die den InMoov basteln möchten ist, dass das IOX LAB bereits einen inMoov gebastelt hat, der von den Jugendlichen angeschaut werden kann und natürlich stehen die Konstrukteure uns mit Rat und Tat beiseite. Derzeit ist das Team dabei, die erste Hand zusammenzubauen und es ist absolut faszinierend zu sehen, wie sich nach und nach alle Teile zu einem Ganzen zusammenfügen.

Und dann wird es natürlich nach dem Bau an die Programmierung gehen und die Frage, welcher Rechner das „Gehirn“ des Roboters werden soll. Ich plädiere natürlich für den Raspberry Pi, aber mal sehen, ob dessen Power überhaupt ausreicht, um alle Servo-Motoren, Kameras und Sensoren zu koordinieren.

Als Lehrer hat man jedenfalls selten die Gelegenheit, an so einem innovativen Projekt mitzuarbeiten und ich bin überaus dankbar, Teil des Teams zu sein und zu sehen, wie der Roboter langsam Gestalt annimmt. Wie gesagt – in Zukunft gibt`s hier im Blog sicher noch mehr Infos, Bilder und Fortschrittsberichte.

Natürlich werde ich gerne Fragen zum Projekt, etwa zur verwendeten Technik, Motoren, der Bauweise etc. beantworten bzw. an das Team weiterleiten. Dazu am besten einen Kommentar unter diesen Artikel (statt einer E-Mail) schreiben, damit auch andere davon profitieren können.

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